Das macht ihn zum besten Freund des Menschen

Das macht ihn zum besten Freund des Menschen

Der Volksmund weiß: Der Hund ist der beste Freund des Menschen. Nun erkennt das auch die Wissenschaft: Laut einer Meta-Analyse1 kann Psychotherapie, die durch Hunde unterstützt wird (hundegestützte Psychotherapie), psychische Symptome und Stress reduzieren. Außerdem scheint die Anwesenheit von Hunden die Stimmung zu heben. 

Machen Hunde glücklich?

In einer neuen Studie aus England2 wurde durch Interviews heraus gefunden, dass Personen nicht nur mit ihren Hunden spazieren gehen, um körperlich fit zu bleiben, sondern hauptsächlich, weil es sie glücklich macht. 

Ähnliches wurde auch in verschiedenen vergleichenden klinischen Studien gefunden: Menschen, die hundegestützte Psychotherapie bekamen, hatten nach der Therapiesitzung eine gehobene Stimmung – und zwar mehr, als Personen, bei denen keine Hunde während der Therapie anwesend waren. 

Nicht nur die Stimmung hob sich durch die Anwesenheit von Hunden in der Therapie, sondern auch Stress wurde stärker reduziert. 

Die Liste mit positiven Auswirkungen von hundegestützter Therapie geht noch weiter: sogar psychiatrische Symptome bei Kindern, Jugendlichen, und Erwachsenen, konnten signifikant reduziert werden. Und die Motivation, die Therapie einzuhalten bzw. weiterzuführen war in hundegestützter Therapie auch signifikant höher, als bei den Vergleichsgruppen. 

Die Studien, die in der Meta-Analyse zusammengefasst wurden, waren methodisch jedoch zum Teil nicht einwandfrei. So war in einigen Studien die Vergleichsgruppe nicht angemessen gewählt, oder die Gruppen waren insgesamt recht klein. Außerdem wurde selten das Kosten-Nutzen Verhältnis der hundegestützten Therapie beachtet. 

Fazit

Auch, wenn diese Einschränkungen in Bezug auf Untersuchungen zu hundegestützter Therapie existieren, zeigen korrelative Untersuchungen aus dem Alltag3: 

Personen, die Haustiere haben, haben im Durchschnitt…  

…einen höheren Selbstwert,  

…sind körperlich fitter, eher extrovertiert und gewissenhaft,  

…sind weniger einsam und sind tendenziell weniger ängstlich, als Personen ohne Haustiere. 

Referenzen

1https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5504801/#CR46

2https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28825614

3https://www.apa.org/pubs/journals/releases/psp-101-6-1239.pdf

Photo by Alex Blăjan on Unsplash

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